Inoffizieller Community-Guide – nicht mit SolidCraft / Tangency Labs verbunden und nicht von ihnen unterstützt. Offiziell: solidcraft.io · GitHub · Doku
SolidCraft für den 3D-Druck: vom parametrischen Bauteil zum Slicer
Auf Grundlage der offiziellen Anleitung zu Dateien und des README, SolidCraft v0.16.2. SolidCraft enthält keinen eigenen Slicer, sondern übergibt das Teil an den Slicer, den Sie ohnehin nutzen. Die Screenshots zeigen die englische Oberfläche; die deutschen Menünamen stehen im Text.
Das Teil mit Parametern konstruieren (Tutorial) – Wandstärke, Spiel und Bohrungsgrößen als benannte Werte.
Datei › Als Netz speichern… → STL, 3MF oder „3MF mit Flächenmarken“.
An Slicer senden anhaken, um die Datei direkt im Slicer zu öffnen – oder speichern und selbst importieren.
Drucken, nachmessen, einen Parameter ändern, erneut exportieren.
STL oder 3MF exportieren
Als Netz speichern finden Sie im Menü „Datei“, auf der Registerkarte „Mesh“ und im Kontextmenü eines Körpers. Zur Auswahl stehen:
STL – versteht jeder Slicer.
3MF – behält die Einheiten bei und ist das native Projektformat vieler aktueller Slicer.
3MF mit Flächenmarken – überträgt zusätzlich zum Netz Informationen zu den Flächen.
Datei › Als Netz speichern… mit der Platte aus dem Tutorial: ein Körper ausgewählt, Format und die Option „An Slicer senden“.
Send to slicer
Ist An Slicer senden angehakt, schreibt SolidCraft das Netz in einen temporären Ordner und öffnet es im gewählten Slicer. Die Liste zeigt die auf Ihrem Rechner gefundenen Slicer; über Benutzerdefiniert… fügen Sie einen nicht erkannten hinzu. 3MF-Projekte aus dem Slicer lassen sich auch wieder in SolidCraft importieren.
Format 3MF mit angehaktem „An Slicer senden“: Auf unserem Windows-Testlaptop hat SolidCraft OrcaSlicer erkannt und bietet ihn in der Slicer-Liste an.Beispiel mit OrcaSlicer: das 3MF aus SolidCraft (Plate, 100 × 50 × 4 mm, 19.769,1 mm³ laut Objektinfo) auf der Druckplatte eines Bambu Lab A1 in der Registerkarte „Prepare“, mit PLA Basic und dem Prozess „0.20mm Standard @BBL A1“ – bereit zum Slicen.
In der Web-App
Die Browser-App legt Konstruktionen im Browserspeicher ab; Exporte wie STL, 3MF und STEP werden wie jede andere Datei heruntergeladen und dann im Slicer geöffnet.
STEP für Slicer und andere CAD-Programme
Der STEP-Export erfolgt als AP242 mit Namen, Farben und Komponentenbaum; IGES 5.3 steht ebenfalls zur Verfügung. Slicer mit STEP-Import tessellieren selbst, und STEP ist das Format der Wahl für den Austausch mit Fusion 360, FreeCAD oder einem Druckdienstleister. Netze (3MF, STL, OBJ, glTF) lassen sich als Netzkörper importieren, Netze mit konstantem Querschnitt auch als Volumenkörper neu aufbauen.
Druckgerecht konstruieren mit SolidCraft
Parameter für Passungen: Spiel (z. B. clearance = 0.2 mm) als Benutzerparameter anlegen – dann passt eine einzige Änderung alle Bohrungen und Schlitze an Ihren Drucker an.
Text und Beschriftungen: Skizzentext nutzt standardmäßig Liberation Sans, alternativ jede installierte Schrift per Name oder einen .ttf-/.otf-Pfad; das Raspberry-Pi-4-Gehäuse aus dem README graviert „Pi 4“ in DejaVu Sans Bold. Der Web-Build bringt eine japanische Schrift mit.
Wände: Gehäuse mit „Hülle“ aushöhlen und vor dem Export mit „Messen“ (I) die Wandstärke prüfen.
Material und Masse: ein Material zuweisen (das Beispiel im README nutzt PETG) und die Masse unter „Eigenschaften“ ablesen, um den Filamentbedarf abzuschätzen.
Schlüsselanhänger 60 × 20 × 3 mm mit Ø-5-mm-Loch und 1 mm erhabenem Schriftzug „SolidCraft“ (Liberation Sans).„Messen“ über den Rand eines ausgehöhlten Kastens: 2,00 mm Wandstärke, vor dem Export geprüft.Offizielles Gehäusebeispiel (Beispielsammlung).